2026
Am 14.07.2026 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung in Schönenbach statt.
Die Informationen dazu finden Sie hier:
Aktuelle Informationen zum Eichenprozessionsspinner u.a. auch im Bezug zur Verkehrssicherungspflicht vom Team Wald- und Klimaschutz des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft:
Forstmulchraupen bei der Flächenvorbereitung für Aufforstungen
Forstmulchraupen sind spezialisierte, kettengetriebene Arbeitsmaschinen, die in der Forstwirtschaft zur mechanischen Vegetationsbearbeitung eingesetzt werden. Sie verfügen über leistungsstarke Dieselaggregate und hydraulisch angetriebene Mulchköpfe, die mit festen oder beweglichen Werkzeugen (z. B. Hartmetallmeißel) ausgestattet sind. Diese ermöglichen das Zerkleinern von Gehölzen bis zu einem Stammdurchmesser von ca. 10 cm sowie von Strauch- und Bodenvegetation.
Der Einsatz erfolgt insbesondere auf stark verbuschten oder durch Sukzession geprägten Flächen, die für eine anschließende Aufforstung vorbereitet werden sollen. Durch die flächige Bearbeitung wird die oberirdische Biomasse zerkleinert und gleichmäßig als Mulchschicht abgelegt. Eine Rodung mit Wurzelentnahme findet dabei in der Regel nicht statt, wodurch die Bodenstruktur weitgehend erhalten bleibt.
Ein wesentlicher technischer Vorteil liegt im geringen spezifischen Bodendruck der Kettenfahrwerke, wodurch auch auf sensiblen oder wenig tragfähigen Standorten gearbeitet werden kann. Gleichzeitig ermöglichen hohe Motorleistungen und robuste Bauweise einen wirtschaftlichen Einsatz selbst unter schwierigen Geländebedingungen, wie Hanglagen oder schwer zugänglichen Waldflächen.
Im Hinblick auf die Bestandesbegründung bietet das Mulchverfahren mehrere forstlich relevante Vorteile. Die Konkurrenzvegetation wird effektiv reduziert, wodurch die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe für die neu eingebrachten Forstpflanzen minimiert wird. Die verbleibende Mulchschicht wirkt als Verdunstungsschutz, verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Oberbodens und trägt zur Erosionsminderung bei.
Zusätzlich wird durch die Zerkleinerung der organischen Masse die mikrobielle Aktivität im Boden angeregt, was langfristig zu einer verbesserten Humusbildung und Nährstoffverfügbarkeit führt. Dies wirkt sich positiv auf das Anwuchsverhalten der Kulturpflanzen aus.
Im Vergleich zu manuellen Verfahren bzw. dem Einsatz von Motorsägen oder Freischneidern und nachgelagerter Räumung zeichnet sich der Einsatz von Forstmulchraupen durch eine hohe Flächenleistung und eine deutliche Reduzierung des Arbeitszeitbedarfs aus.
Zusammenfassend stellt der Einsatz von Forstmulchraupen ein effizientes und standortschonendes Verfahren zur Flächenvorbereitung dar, das insbesondere im Rahmen moderner, nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Aufforstungsmaßnahmen eine wichtige Rolle einnimmt.
🌲 Ausgangssituationen in der Forstpraxis
Forstmulchraupen werden eingesetzt, wenn Waldflächen einen Zustand erreicht haben, in dem eine konventionelle Bearbeitung oder Pflanzung erschwert oder nicht mehr wirtschaftlich möglich ist.
Typische Ausgangslagen sind:
1. Stark zugewachsene Flächen (Verbuschung / Sukzession)
👉 Problem: Pflanzung ist ohne vorherige Flächenbearbeitung kaum durchführbar.
2. Schadflächen im Wald
👉 Problem: Räumung per Hand oder Maschine sehr aufwendig.
3. Pflege vernachlässigter Bestände
👉 Problem: Bestandesentwicklung gestört.
⚙️ Einsatzbereiche im Wald sind demnach:
👉 Vorbereiten von Flächen für die Pflanzung (bedarfsgerecht: flächig oder Pflanzplätze)
👉 Anlage von Begehungspfaden im Jungbestand mit anschließender Nutzung als Gassensystem
👉 Jagdschneisen vor Hochsitzen zur effizienten Jagd
👉 Pflege von Öko- und Offenlandflächen
Infomeldung Eichenprachtkäfer
